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Bioabfall wird zu Gartenerde

Die Nachfragen von Bürgern nach Kompost aus der Vergärungsanlage Westheim haben in letzter Zeit deutlich zugenommen. Nun kann die Abfallwirtschaft die erfreuliche Mitteilung machen, dass Pflanzerde aus Kompost ab sofort an den drei Wertstoffhöfen im Landkreis bzw. an der Grünannahmestelle Westheim erworben werden kann.

Die Erde entsteht auf der Basis von Kompost aus der Biogut-Vergärungsanlage in Westheim und wird in Edenkoben von einer Firma zu Gartenerde gemischt und teilweise verpackt. Die Pflanzerde wird sowohl lose als auch verpackt abgegeben.

„Die in unseren Biotonnen im Landkreis Germersheim erfassten Bioabfälle werden regional in der Vergärungsanlage in Westheim verarbeitet. So entsteht durch den eingesammelten Bioabfall neben Biogas, das an der Vergärungsanlage direkt verwendet wird bzw. ins Gasnetz eingespeist wird zusätzlich die Komposterde. Also eine nahezu perfekte Kreislaufwirtschaft für den Bioabfall in unserem Landkreis“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel.

Pandemiebedingte Abfälle

Die Abfallwirtschaft des Landkreises Germersheim gibt Hinweise zur sicheren Entsorgung von benutzten Masken und Schnelltests, die in der aktuellen Pandemie verstärkt anfallen. Sowohl benutzte Masken als auch Schnelltests (Proberöhrchen, Testflüssigkeit und Wattestäbchen) gehören in die Restmülltonne. Dabei sollte man diese Abfälle unbedingt in einen Plastikbeutel verpacken und erst dann der grauen Tonne zuführen. So vermeidet man Ansteckungsgefahren beim weiteren Öffnen der Tonne. „Immer wieder findet man leider achtlos weggeworfene Masken in der Landschaft. Diese belasten die Natur mit Kunststoffen, da sie aus synthetischen Fasern bestehen. Generell ist Müll in der Natur immer fehl am Platz.“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel. Benutzte Masken sollten genauso wenig wie Papiertaschentücher achtlos weggeworfen, sondern immer in einer Plastiktüte verpackt über den Restmüll entsorgt werden. Der Restmüll geht in die Verbrennung, bei der alle Viruspartikel unschädlich gemacht werden.

 

Änderungen bitte mitteilen

Die Abfallwirtschaft der Kreisverwaltung Germersheim weist darauf hin, dass Änderungen, die sich im Laufe eines Jahres ergeben, wie z.B. Namensänderung, Eigentumswechsel bei Wohnungen oder Grundstücken, unbedingt der Abfallwirtschaft mitgeteilt werden sollten.

Ein automatischer Abgleich zwischen den verschiedenen Ämtern wie z.B. Einwohnermeldeamt, Katasteramt oder Standesamt und der Kreisverwaltung erfolgt nicht. Aus Datenschutzgründen ist dies nicht zulässig. Stimmen aber die ursprünglich mitgeteilten Angaben nicht mehr, dann gehen Bescheide für die Abfallentsorgungsgebühren an die falschen Adressaten und müssen aufwendig korrigiert werden.

Adressaten der Gebührenbescheide sind grundsätzlich die Grundstückseigentümer bzw. Hausverwaltungen.Wer also einen Verkauf seines Anwesens der Abfallwirtschaft nicht mitteilt wird weiterhin mit den Abfallgebühren dieses Anwesens belastet. Änderungen können nur schriftlich mitgeteilt werden, gerne auch per Mail an abfallwirtschaft@kreis-germersheim.de. Neue Immobilieneigentümer müssen bei der Erstanmeldung das Anmeldeformular unterzeichnen und können dieses per Post oder eingescannt per Mail zusenden. Weitere Informationen sowie die Formulare zur An-, Um- oder Abmeldung findet man auf www.abfallwirtschaft-germersheim.de unter der Rubrik Online-Service.